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Isabel Abedi Biografie
Isabel Abedi

















Normalerweise sind Tagebücher streng geheim. Aber in diesem Fall ist Stöbern ausdrücklich erlaubt. Auf der rechten Buchseite trage ich regelmäßig ein, was erzählenswert ist.

Hamburg, 27.05.2013



Gestern stand im Wetterbericht des Hamburger Abendblattes: „Der kleine November möchte bitte vom Mai abgeholt werden.“ Das wünsche ich mir auch. Seit meinem letzten Tagebucheintrag sind jetzt über vier Monate vergangen und langsam könnte sich der Frühling wirklich ein bisschen Zeit für Hamburg nehmen.
Ich nehme mir Zeit für meinen neuen Eintrag und spule dazu zurück in den winterlichen Jahresanfang im Januar, als es zu meiner ersten Lesung 2013 ging.

Internat Schule Schloss Stein

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In Stein an der Traun, nicht weit von München, liegt das Internat Schule Schloss Stein, wo ich bereits im Jahr zuvor auf der Steiner Literatur- und Medienwoche Schlossgast sein durfte. Auch in diesem Jahr hatte ich mein vom Schaukelpferd bewachtes Schlosszimmer mit dem wunderschönen Ausblick in den abendlichen Innenhof.







Am Anreisetag habe ich mich erstmal gemütlich eingerichtet; nachmittags den Schülern in der Aula bei ihrer Theaterprobe zugeschaut und abends den feurigen Winterhimmel über dem Schloss bewundert.





Am nächsten Morgen war die Bühne frei für meine Lesungen – Imago und Whisper, zu denen ich im Anschluss wieder Dias über meine Arbeit gezeigt habe und mich über ein wunderbares Publikum freuen konnte.





Auch die Atmosphäre im Schloss, unter den Schülern, Lehrern und dem Direktor habe ich wieder als so familiär und vertraut empfunden, dass mir der Abschied richtig schwer fiel. Aber mein Schreibtisch in Hamburg hat auf mich gewartet und so ging es nach einem fürstlichen Mittagessen im Internat mit selbstgebackenem Kuchen zum Kaffee wieder zurück in den Norden.





Lit-Cologne

Meine nächste größere Lesereise war für Anfang März festgelegt und sollte eine richtige Tour werden: Erst – zusammen mit Eduardo – nach Köln zur Lit Cologne, dann nach Witten zur Adolf-Reichwein Schule und anschließend in den Osten zur Leipziger Buchmesse.

Aber dann ist die Grippe über uns hergefallen und hat Eduardo und mich mit Fieber und Husten ans Bett gefesselt. Bis zum letzten Moment haben wir bei Hühnersuppe und Erkältungstee auf Genesung gewartet, aber schließlich mussten wir die Fahnen strecken und unsere ersten beiden Stationen absagen.

Glück im Unglück waren Judith Schwemmlein vom Loewe Verlag, die meine gesamte Lesereise koordiniert hat und die Veranstalter in Köln und Witten. Mit Improvisationstalent und moderner Technik haben sie dafür gesorgt, dass wir auf andere Weise dabei sein konnten.

Der erste Event auf der Lit-Cologne fand wieder auf dem Literaturschiff MS Rhein Energie statt. Diesmal sollte es eine KiRaKa live Schifffahrt werden. Unter dem Motto Detektive, Forscher, Sterneköche waren außer uns noch andere Künstler geladen und die wunderbare Redakteurin Monika Frederking hat für unseren Part auf die Schnelle mit Eduardo und mir ein Telefon-Interview gemacht, so dass wir einen kleinen Gruß an die Zuschauer schicken konnten.

Für den nächsten Tag war eine Lola-Lesung im Comedia Theater angesetzt. Dort ist die Redakteurin und Autorin Ute Wegmann für mich ein- oder besser gesagt: auf die Bühne gesprungen, hat aus Lola gelesen, einen Ausschnitt aus dem Lolafilm gezeigt und den Kindern zum Abschluss noch einen persönlichen Brief von mir vorgelesen. Ich hielt mich auf Utes Bitte in Hamburg am Telefon für eine kleine Überraschung bereit. Um kurz vor halb sechs klingelte es und als am anderen Ende hunderte von Kinderstimmen „Gute Besserung liebe Isabel Abedi“ ins Telefon riefen, habe ich vor Rührung richtig heulen müssen.

Schule ohne Rassismus

Eduardos und meine nächste Reisestation wäre Witten gewesen. Ich hatte schon in vorigen Einträgen davon berichtet, dass sich die Schüler der Adolf-Reichwein-Realschule in einer bundesweiten Kampagne dazu verpflichtet haben, aktiv gegen Mobbing und Rassismus vorzugehen und damit jetzt zum bundesdeutschen Netzwerk „Schule gegen Rassismus“ gehören.

http://www.arr-witten.de/index.php?menuid=8&reporeid=207

Zündungsfunke für die Schüler der Adolf-Reichwein-Schule war damals der erste Band von Lola. „Als ich mit meiner fünften Klasse das Buch 'Lola' gelesen habe, wollten alle etwas dafür tun, dass es an unserer Schule keinen Rassismus gibt“, schrieb mir die Lehrerin Sonja Konieczny, als sie Ende letzten Jahres mit mir per Mail Kontakt aufnahm. Und dass ich Patin für dieses besondere Projekt werden sollte, hat mich mindestens so sehr berührt wie die Einladung zur festlichen Übergabe der Urkunde.





Deshalb ist Eduardo und mir diese Absage am allerschwersten gefallen – aber auch hier glänzte die Lehrerin Sonja Koniencny mit Improvisationstalent und lud Eduardo und mich über Beamer und Skype live zur Festveranstaltung ein. Wie sehr uns die Grippe noch im Griff hatte, konnte man in Großaufnahme auf der Leinwand sehen, aber wir hätten um nichts in der Welt fehlen wollen.



Zum Auftakt gab es eine Tanzaufführung, zwei Songs vom Schulchor und eine Schülerin hat ein Stück aus Lola gelesen.



„Auf der Grundschule habe ich selbst Mobbing und Ablehnung erlebt, weil meine Eltern aus einem anderen Land stammen“, erzählte danach die Schulsprecherin Laura Pumilla in ihrer persönlichen Rede. „Ich hatte Angst, wieder gemobbt zu werden, als ich auf diese Schule kam. Aber hier habe ich noch nie Rassismus erlebt.“
Zur Übergabe der Urkunde war die Landeskoordinatorin Sevgi Kahaman-Brust zu Gast, die ihr auf dem nächsten Foto rechts neben der Lehrerin Sonja Konieczny seht.





Die Landeskoordinatorin beglückwünschte die Schüler und ermutigte sie, sich auch mit den Schulen anderer Stadteile zu vernetzen. „Ihr seid jetzt Vorbilder für andere“, sagte sie und berichtete, dass insgesamt 1196 Schulen an der Kampagne teilnehmen. Vielleicht gehört auch eure Schule dazu – und wenn nicht, ist dies vielleicht ein Anstoß zum Mitmachen. Wer sich informieren will, kann hier noch mal klicken:

http://www.schule-ohne-rassismus.org/

Und hier gibt es einen Pressebericht der Veranstaltung in Witten:

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/witten/Schule-ohne-Rassismus-Adolf-Reichwein-Schule-freut-sich-ueber-neuen-Titel;art939,1938509

Wie stolz ich auf meine engagierten „Patenkinder“ bin, habe ich den Schülern über Skype versichert und Eduardo sagte: „Ihr macht die Erdkugel kleiner, denn ihr verbindet sie mit eurem Herzen.“

Ich freue mich darauf, die Schule hoffentlich bald besuchen zu können und möchte mich an dieser Stelle noch mal von ganzem Herzen für die Patenschaft und das wunderschöne Geschenk bedanken, das mich vor kurzem per Post erreichte:





Leipziger Buchmesse

Mit wackeligen Knien von der Grippe, aber wild entschlossen, habe ich wenigstens die Reise zur Leipziger Buchmesse antreten können. Draußen war es winterkalt, aber die rote Rose leuchtete auch in diesem Jahr wieder vor dem gläsernen Messegebäude, das innen von Licht durchflutet wird.





Mein erstes Interview hatte ich mit den Figarino Kinderreportern Matti, Bartholomäus und Jonathan, die mir Fragen zu Lola stellten. Die Figarinos vom mdr haben eine schöne Website, wer Lust hat, kann hier mal reinklicken:

http://www.mdr.de/figarino/index.html

Mein zweites Interview war mit der Redakteurin Gabriela Grunwald vom KiRaKa. Es fand im Pressezentrum der Messe statt.



Zu guter Dritt bat mich die junge Redakteurin Catarina Schallenberg am Loewe Stand vor das Mikrophon.



Wie bei den anderen Interviews, ging es auf dieser Messe hauptsächlich um Lola, aber auch ums Schreiben generell und mir haben die Fragen von Catarina gut gefallen. Wer will, kann sich das Interview hier anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=Oft97KWqDR4&feature=youtu.be

Spannend waren auch wieder die Nominierungen zum deutschen Jugendliteraturpreis – bei denen mir auch diesmal die Jugend-Jury am besten gefallen hat.



Die Preisverleihung findet wie immer im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse statt, aber wer jetzt schon einen Blick auf alle nominierten Titel werfen möchte, kann hier klicken:

http://www.djlp.jugendliteratur.org/nominierungen_bilderbuch-9.html

Signierstunden und Lesungen hatte ich mehrere und habe mich jedes Mal über lange Schlangen und geduldige Fans gefreut.







Lecker gegessen und bis spät in den Abend zusammengesessen haben wir beim Loewe Autorenessen in Auerbachs Keller. Das historische Restaurant auf der Mädler Passage in der Leipziger Innenstadt existiert seit 1525 und ist bis heute einen Besuch wert.





Begeistert haben mich auch in diesem Jahr wieder die sogenannten Cosplayer – als Comicfiguren verkleidete Mangafans, die mittlerweile ein fester Bestandteil der Leipziger Buchmesse sind.











Lesung im Hamburger Literaturhaus

Meine nächste Lola-Lesung hatte ich im April im Hamburger Literaturhaus zusammen mit Eduardo und wie immer wunderbar organisiert von Isabell Köster.









Wie der Alster-Blick vom Balkon des Literaturhauses zeigt, hat der Hamburger Frühling schon im April auf sich warten lassen und der Mai fühlt sich wirklich wie November an – aber Gründe zum Feiern gab es trotzdem.

Das Lola-Fest im Kinderbuchhaus


Am Samstag vor Muttertag hat das Hamburger Kinderbuchhaus zum großen Lolafest eingeladen.







Das Kinderbuchhaus im Altonaer Museum zeigt als eines der wenigen Museen in Deutschland Orginalillustrationen aus Kinder- und Jugendbüchern und ist darüber hinaus ein Ort,  an dem man sich sehr lebendig mit Büchern beschäftigen kann. Klickt mal rein – und besser noch: geht hin!

http://www.kinderbuchhaus.de/was-ist-das-kinderbuchhaus/das-kinderbuchhaus/

Die Idee, ein großes Lolafest im Hamburger Kinderbuchhaus zu feiern, entstand im letzten Jahr zwischen Dagmar Gausmann-Laepple, Heike Roegler und mir. Dass es mehr sein sollte als „nur eine Lesung“ war von Anfang an klar – und so kündigte Dagmar Gausmann-Laepple dem Publikum im Museumssaal als erstes die beiden Musiker Eduardo Macedo und Cesar Ferreira an.





Die beiden Musiker saßen schon am gedeckten Tisch auf der Bühne und hatten „Hunger auf Geschichten“, die sie bei der brasilianischen Tänzerin Miriam da Silva bestellten.



„Sie haben Glück!“, sagte die schöne Kellnerin. „Wir haben heute eine Geschichten-Erzählerin im Haus. Aber bezahlen müsst ihr sie ... mit Musik und bevor ich die Geschichtenerzählerin serviere, hätte sie gerne einen Vorschuss.“
Den gaben die beiden Musiker gern – und die schöne Kellnerin tanzte dazu.





Wie versprochen wurde ich dann „serviert“ und las als Auftakt ein Kapitel aus dem ersten Lolaband.



Vor dem nächsten Gang gaben die beiden Musiker ein Konzert am Tisch – und diesmal erschien Miriam da Silva als Sambatänzerin im Blumenrock.



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Weiter ging es mit meiner Lesung aus dem neuen Band 5 Sterne für Lola, in dem sich ja vieles um das perfekte Dinner dreht und Lola in die Kochkunst der brasilianischen Küche eintaucht. Passend dazu lockten die beiden Musiker die schöne Brasilianerin mit Korbrasseln und Trommelwirbeln auf die Bühne – und diesmal trat sie in der brasilianischen Tracht aus Salvador da Bahia auf und balancierte ein Tabuleiro da Baiana – ein Tablett mit Köstlichkeiten aus Bahia – auf ihrem Kopf.









Magisch sind die Klänge der „Hang“ und lockten zum Abschluss eine echte Göttin auf die Bühne: Oxum – die afrobrasilianische Göttin des Süßwassers und der Schönheit schwebte in ihrem goldglänzenden Gewand auf die Bühne und für die nächsten Minuten war der ganze Saal wie verzaubert.







Hinter den Kulissen gab es an diesem Tag noch ein paar Künstler, die ich zum Lolafest auf die Bühne rief: Janni Lehmann aus Salvador da Bahia hatte im Saal vor dem Zuschauerraum bereits ihr Büffet aus brasilianischen Köstlichkeiten aufgebaut. Und meine gute Freundin Dagmar Henze, die Hamburger Kinderbuch-Illustratorin, hat Lola und all ihren Freunden in den Lolabüchern ihre Gesichter gegeben.





Und natürlich ging das Scheinwerferlicht auch noch einmal auf die drei Künstler, die mich auf der Bühne begleitet haben. Es gab einen Riesenapplaus für Miriam da Silva, Eduardo Macedo und Cesar Ferreira, mit denen ich schon einige magische Veranstaltungen hatte. Muita obrigada – vielen Dank an euch drei!





Blumen zum Dank bekamen wir von Frau Gausmann-Laepple. Sie schenkt uns gelbe Rosen, was sehr symbolisch war, denn gelb ist die Lieblingsfarbe von Oxum.









Gostoso heißt auf brasilianisch: Lecker! Und das waren Jannis Köstlichkeiten aus Salvador da Bahia, von denen sich die Gäste jetzt am festlichen Büffet bedienen durften.



Und eine weitere Künstlerin schminkte auf dem Lolafest die Gesichter der Kinder.



Dagmar und ich „schminkten“ in der Zwischenzeit am Signiertisch die Lolabücher.



Zum Abschluss bat uns der NDR noch um ein Interview, das am nächsten Morgen im Radio gesendet wurde.





Es war wirklich ein wunderschönes Fest. Ich danke noch einmal allen, die mitgewirkt haben – und wer Lust hat, die Veranstaltung nachzulesen, kann hier klicken:

http://www.kinderbuchhaus.de/2013/05/mit-lola-auf-groser-fahrt/

Huch – ein Buch

Eine Woche später sind Eduardo und ich nach Darmstadt gereist – zum 3. Jugend- und Kinderliteraturfestival Huch-ein-Buch.



Zu den drei Initiatoren gehörte neben Meike Heinigk und Alfred Hofmann die Autorin Ilona Einwohlt. Eduardo und ich kennen Ilona von zahlreichen Frankfurter Buchmessen und haben uns riesig gefreut, dass wir Gäste beim Festival in Darmstadt sein durften.

http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5980&key=standard_document_48456427

Die musikalische Lola-Lesung fand in der Darmstädter Centralstation statt – einem ziemlich coolen Gebäude, das bekannt für großartige Konzerte ist.





Professionelle Techniker sind für Künstler das Allerwichtigste bei Auftritten und die Techniker der Centralstation haben 5 Sterne verdient. Sie haben uns einfach perfekt betreut, alles war vorbereitet, der Sound war vom Feinsten und auch visuell klappte alles reibungslos.





Also hier noch einmal Applaus von uns, auch an das wunderbare Publikum und an Ilona Einwohlt mit ihrem Team!



Jetzt bin ich wieder in Hamburg und werde für die nächste Zeit keine Lesungen halten, um mich wieder ganz dem Schreiben widmen zu können. Ich weiß, dass viele von euch auf meinen nächsten Jugendroman warten und bitte euch noch um Geduld. Er kommt, er kommt ... er braucht nur seine Zeit und die finde ich am besten wenn ich ganz in Ruhe schreiben kann.



Neue Übersetzungen meiner „alten“ Jugendromane gibt es immer wieder. Hier sind ein paar aus dem letzten Jahr - mal schauen ob ihr sie erkennt:







Zum Abschluss möchte ich noch einmal das Universum um den Frühling bitten. Im letzten Jahr hat das Jugendbildungswerk den Videowettbewerb „Love is in the air“ veranstaltet und mit einer Animation zu meinem Bilderbuch „Alberta geht die Liebe suchen“ haben die jungen Künstlerinnen Kim, Mia und Hanna Martienssen gewonnen. Klickt mal rein, vielleicht lockt es ja den Frühling ... und die Liebe an:

http://www.mediathek-hessen.de/index.php?ka=1&ska=medienview&idv=5243

Hamburg, 18.12.2012


Advent, Advent ... bevor das vierte Lichtlein brennt, schließe ich mein Tagebuch für 2012 noch mit meinen Erlebnissen aus den vergangenen Monaten und spule dazu erstmal zurück zum 23. Oktober.

Lesereise in Oberschwaben

An diesem Tag begann meine Lesereise in den Süden Deutschlands, eine ganz schön lange Fahrt mit der Deutschen Bahn, aber zum Glück ausnahmsweise ohne verpasste Anschlusszüge. Die erste Lesung führte mich nach Biberach an der Riss, wo ich am nächsten Morgen vor zwei Schulklassen aus meinem ersten Lola-Buch gelesen und zum Abschluss einen Ausschnitt aus dem Film gezeigt habe.



Die Begegnungen mit den Kindern sind für mich immer das Schönste und jedes Mal freue ich mich über liebevolle Überraschungen und Danksagungen – wie die von den Schülern aus der Mühlbachschule.



Für die zweite Lesung des Tages wurde ich von der Bibliothekarin nach Bad Waldsee kutschiert und anschließend zu meiner „Basisstation“ Ravensburg, wo ich meine Koffer für ein paar Tage auspacken und es mir gemütlich machen konnte. In Ravensburg liegt eins meiner Lieblingsdomizile Deutschlands, das gemütliche und liebevoll eingerichtete Hotel Obertor.

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Für den Biergarten, in dem ich bei früheren Reisen im Mai viele Manuskriptseiten meiner Bücher geschrieben habe, war es dieses Mal zu kalt, aber dafür flackerte im Hotel ein warmes Kaminfeuer und mein Schreibtisch im Hotelzimmer war mindestens ebenso einladend.





Da ich die Nachmittage lesefrei hatte, habe ich mir natürlich auch die Zeit zum Spazierengehen genommen. Ravensburg verzaubert mich bei jedem Besuch aufs Neue mit seiner historischen Altstadt, den vielen mittelalterlichen Türmen und Toren und den Entdeckungen in den Schaufenstern der Läden.















Die Bibliothek in Ravensburg ist für mich eine der schönsten Deutschlands. Sie liegt in einem alten Kornhaus und hat eine beeindruckende Atmosphäre.





Auch hier habe ich aus Lola gelesen – hoch oben im Dachgeschoss, wo Lola und ich von Wolfgang Schworm und seinem Team festlich empfangen wurden.  

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Tettnang und Wangen waren weitere Stationen auf meiner Lesereise und zum krönenden Abschluss das historische Städtchen Meersburg, in dem vor einigen hundert Jahren die Königin der deutschen Dichterinnen gelebt und geschrieben hat: Annette von Droste-Hülshoff.

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Nach meiner Lesung im Klosterkeller ...



... hat mich mein wunderbarer Reiseführer durch die historischen Gassen dieser Bilderbuchstadt geführt.



Oben die Burg, unten das Meer und dazwischen lauter romantische Winkel und Gebäude. Am liebsten hätte ich noch ein paar Tage drangehängt, mich in einem der alten Gasthäuser einquartiert und eine wildromantische Rittergeschichte geschrieben. Vielleicht beim nächsten Besuch. Mitgenommen habe ich dieses Mal viele eindrucksvolle Augenblicke, zu denen ein tapferer Ritter, eine Hochzeit, eine klappernde Mühle am rauschenden Bach und die wildromantische Aussicht aufs Meer gehörte ...









Diese Erinnerungen behalte ich von Herzen gern und bedanke mich noch einmal bei allen, die an dieser Lesereise mitgewirkt haben. Ganz besonders bei meinem Reiseführer und der Meersburger Bibliothekarin Claudia Löffler, die mir nach der super organisierten Lesung im Klosterkeller für den Rundgang ihre Kamera geliehen und mir später die Fotos geschickt hat.





Heute Nacht ist Halloween, heute Nacht die Geister ziehn...

Zurück in Hamburg stellten wir Ende des Monats einen neuen Butler ein.



Er empfing die Halloweengäste, die für Süßes oder Saures an unserer Tür klingelten, das blutige Händchen schütteln und danach einen Griff in die Geisterkiste wagen durften.




 
Livetalk bei Hamburg 1

Mich empfing im Morgengrauen des nächsten Tages der leibhaftige Ben Matthews zum Morgentalk im Frühcafé von Hamburg 1. Thema war die neue Lola. Wer Lust hat, kann hier noch mal reinklicken:

•    http://www.hamburg1.de/sendungen/fruehcafe/Ben_Matthews_im_Gespraech_mit_Isabel_Abedi-2657.html

5 Sterne für Lola

Um Lola drehte sich eigentlich fast alles in den letzten Wochen und an manchen Tagen war es für mich wie Weihnachten, weil ich mich so über die vielen wunderbaren Rezensionen, Titelseiten und Presseberichte gefreut habe.



Die beliebte (und wie ich finde, richtig gute!) Bloggerin Damaris hat den neuen Lola-Band zum Anlass genommen, gleich ein ganzes Lola-Special auf ihrer Seite zu starten. Ihre und ein paar weitere Highlight-Rezensionen findet ihr auf meiner Website unter Pressestimmen – und hier:

•    http://www.damarisliest.de/2012/10/kennst-du-lola.html
•    http://www.isabel-abedi.de/presse_anzeige.php?kat=5


Eine Feder für Julischatten


Am 3. November durfte ich zum ersten Mal selbst meine Begeisterung über ein Buch oder besser gesagt: eine Autorin verkünden, der ich mich schon seit vielen Jahren besonders verbunden fühle: Antje Babendererde.

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Auch auf meiner Website zählt die Schriftstellerin zu meinen besonderen Freunden und viele ihrer Romane haben einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.

http://www.isabel-abedi.de/freunde_antje_babendererde.php

Am 3. November 2012 wurde Antjes jüngster Roman Julischatten mit der Segeberger Feder geehrt – demselben Preis, den ich im November 2006 für meinen Jugendroman Whisper erhalten habe.



Die Segeberger Feder ist ein echter Publikumspreis: ab dem 23. April – dem Welttag des Buches – werden Jugendliche jedes Jahr eingeladen, aus  zwölf Titeln ihren Favoriten zu erklären.



Die Preisverleihung findet alle Jahre wieder im November in der Bibliothek von Bad Segeberg statt.



Und als mich Antje fragte, ob ich Lust hätte, an diesem Ehrentag eine Laudatio über sie zu halten, habe ich von Herzen gerne ja gesagt.

Zusammen mit Christiane Düring, die Antje und mich in vielen Romanen als Lektorin betreut hat, bin ich schon am Vorabend nach Bad Segeberg gereist wo uns Antje im Hotelrestaurant zum Essen eingeladen hat.

Dass Bad Segeberg der Schauplatz der berühmten Karl-May- Festspiele ist, wisst ihr vielleicht. Leider hatte ich auf unserem Spaziergang am Morgen vor der Preisverleihung meine Kamera nicht dabei, aber hier ist ein Link, falls euch ein Blick auf den kultigen Ort interessiert.

http://www.karl-may-spiele.de/frontend/index.php

Um Indianer geht es auch in Antjes Romanen – aber es sind andere Geschichten, die mich persönlich stärker berühren und Julischatten gehört zu meinen Lieblingsromanen von Antje. Er ging mir noch tiefer unter die Haut, als seine Vorgänger, schlägt auch sprachlich einen raueren Ton an, verliert dabei aber nichts an Wärme, Liebe und Hoffnung, die Antjes Bücher auszeichnen.  Dass dieser Indianerroman nun mit einer Feder ausgezeichnet wurde, war natürlich sehr symbolisch und ich habe mich riesig für Antje und Julischatten gefreut.





Zum Abschluss der Zeremonie las Antje noch einen Ausschnitt aus ihrem Roman und beantwortete die Fragen der Jugendjury, die sie für diesen Preis auserwählt hatte.



Wenn ihr mehr über den Roman und Antje Babendererde erfahren wollt, klickt mal auf ihre Website:

http://antje-babendererde.de/meine-buecher/jugendbuecher/julischatten.html


Vorhang auf für Lolas Hamburg-Premiere im Theater für Kinder

Zu phantastischen Expeditionen durch Europa luden Anfang November die 9. Hamburger Märchentage ein. Unter dem Motto „Märchen aus Europa“ füllten Elfen, Trolle, Pinocchio und Nasreddin neben vielen anderen Märchengestalten die Lesungsbühnen Hamburgs. Wie im letzten Jahr, war auch diesmal Lola ein geladener Gast. Zum ersten Mal las ich in Hamburg aus dem neuen Band – passend zum Motto habe ich als Vorspeise europäische Märchen ausgesucht, in denen es wie bei Lola ums Kochen geht.

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Unsere  Bühne war wieder das "Theater für Kinder", wo wir schon 2011 mit Lola und brasilianischen Märchen aufgetreten sind und wieder hatten Eduardo und ich zwei Überraschungsgäste im Programm: Die Tänzerin Miriam da Silva aus Sao Paulo und den Percussionisten Cesar Ferreira aus Rio de Janeiro.





Gezaubert hat auch dieses Jahr der Licht- und Tonkünstler Andreas Ludewig.



Schon am frühen Morgen hat Andreas zusammen mit Eduardo und Cesar überlegt, wie sie die Bühne ins beste Licht setzen – denn das ist neben der Vorstellung im Theater fast das wichtigste.





Miriam da Silva und ich haben uns in unseren Garderoben mit den anderen Wichtigkeiten beschäftigt: dem Schönmachen für die Vorstellung.

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Pünktlich um 11 war der Theatersaal dann bis auf den letzten Platz gefüllt und es hieß: Vorhang auf – die Show beginnt ...



Als erstes betraten die Musiker die Bühne. Auch sie hatten sich in Schale geworfen, setzten sich an den kleinen Bistrotisch, um dort erstmal einen Blick auf die Speisekarte zu werfen.



Die schöne Kellnerin ließ nicht lange auf sich warten, war allerdings überrascht, als sie hörte, was die beiden Herren bestellen wollten: „Haben Sie auch Märchen?“



Die brasilianischen Herren hatten Glück. Die schöne Kellnerin sagte, es wäre zufällig eine Märchen- und Geschichtenleserin im Haus – die sich allerdings eine besondere Bezahlung wünschte: „Isabel Abedi möchte für ihre Geschichten heute kein Geld, sondern Musik.“
Das war für die beiden brasilianischen Musiker natürlich überhaupt kein Problem.



So wurde schließlich auch ich als Isabel Abedi den beiden Herren samt Publikum „serviert“. Bevor ich anfing, wollte ich erstmal einen kleinen Vorschuss.






Der gefiel mir so gut, dass ich gleich zu lesen begann; zuerst ein Gedicht von Hans Christian Andersen mit dem lustigen Titel „Frag doch die Gemüsefrau“ und als zweites ein italienisches Märchen aus Bologna mit dem Titel „So lieb wie Salz“.









Und nach dem letzten Märchen zeigten die Musiker noch ein bisschen mehr von ihrer Kunst. Sie gaben ein kleines Trommelkonzert – typisch brasilianisch – mit Flaschen und Gläsern und die schöne Kellnerin tanzte dazu einen wilden Samba.







Nach dieser gelungenen Vorspeise ging es weiter mit dem Hauptgang: 5 Sterne für Lola.



Ich habe verschiedene Szenen ausgewählt, die mit Kochen, Brasilien und Tanz zu tun hatten und zwischen jeder Szene gab es Musik und Tanz aus Brasilien.






Miriam da Silva, die in Hamburg schon viele Jahre als Tänzerin und Tanzlehrerin bekannt und beliebt ist, kam immer wieder in einem neuen magischen Kostüm auf die Bühne.
Zum Beispiel in der typischen Tracht der schwarzen Frauen aus Bahia – mit einem „tabuleiro da Bahiana“, einem Tablett voll brasilianischer Köstlichkeiten, die ihr vielleicht schon aus den Lola-Büchern kennt.





Am liebsten hätte ich sie schon gleich auf der Bühne davon genascht.



Aber eine Stelle hatte ich noch zu lesen. Lustigerweise kann ich auf dem Foto jetzt noch erkennen, welche Szene es war – nämlich die, in der Lola mit Fabio und Alex zusammen Probekochen übt und es ein klitzekleines Problem mit dem Mixer gibt ...



Wie in einigen Lola-Büchern, spielt auch im achten Band wieder die brasilianische Göttin Oxum eine Rolle. Sie ist die Göttin der Schönheit und des Reichtums. Flüsse, Seen und Wasserfälle sind ihre Heimat, sie trägt beim Tanzen einen Spiegel und kaum eine bewegt sich anmutiger als sie – oder Miriam da Silva, die zum krönenden Abschluss als Göttin Oxum zu den Klängen der Musiker das Publikum verzauberte.








Manchmal spürt man auch auf der Bühne, dass die Magie da ist – dass die Vorstellung vollkommen ist und dass man auf eine kaum beschreibbare Weise mit dem Publikum verbunden ist. So war für uns der märchenhafte November, der auch eine symbolische Zeit hatte, denn unsere Lesung begann am 11.11 um 11 Uhr. Und weil wir nicht gestorben sind, leben wir noch heute und bedanken uns bei den Veranstaltern der Hamburger Märchentage, der Buchhandlung Heymann, dem Team des Theaters, bei unserem wunderbaren Publikum - und last but not least Jocki Maurit-Moritz für die stimmungsvollen Fotos!



Infinita

Auch im Leben meines Mannes Eduardo stand eine besondere Premiere an: seine neue CD Infinita.



"Infinita" heißt auf Deutsch Unendlichkeit und die zeitlosen Lieder erzählen von Begegnungen und Abschied, Freude und Liebe und manchmal auch von Traurigkeit. Einige Kompositionen der CD kennt ihr vielleicht von Lesungen oder auch vom Lola-Film – andere werdet ihr hoffentlich ebenso begeistert neu entdecken, wie ich.
Musikalisch verbindet Eduardo die eher ungewöhnlichen Klänge und Farben miteinander, wie z.B. eine Flöte mit dem impressionistischen „Valsa“ oder die rauen Töne des Berimbau mit dem „Conselheiro“, einem Capoeira Rhythmus.



Eduardos Livetalk bei Hamburg 1

Nicht Stephenie sondern Stephanie Meyer empfing Eduardo ein paar Tage vor seinem Premierenkonzert, wer Lust hat, kann hier mal reinklicken:

http://www.hamburg1.de/suche/Eduardo+Macedo.html

Premiere für Infinita

Am Freitag den 16. November um 20:30 Uhr war es dann endlich soweit. Im Hamburger Goldbekhaus feierte Eduardos CD Premiere und wir haben uns über einen vollen Saal mit Gästen aus allen Teilen Deutschlands gefreut. Zu vielen Liedern erzählte Eduardo die Geschichten und Hintergründe aus seiner zweiten Heimat Brasilien.



Musikalisch begleitet wurde er von hervorragenden Musikern, unter ihnen auch Cesar Ferreira, die Tänzerin Miriam da Silva, die zusammen mit der brasilianischen Sängerin Leila Panthel in der CD eine Gesangseinlage hat, und die wunderbare Flötistin Birgit Storf.







Außerdem war ein Teil des Studioteams seines neuen Albums dabei. Zu den Highlights des Abends gehörten für mich die Momente mit Mehmed Ergin, dem Produzenten von Eduardos CD, der selbst ein herausragender Gitarist, Komponist und Musiker ist.



Und als Special Guest trat auch diesmal Adriano Lehmann auf, der mit seinem Beatboxing immer wieder für begeisterten Applaus im Publikum sorgt.



Wie Gäste diese musikalische Reise erlebt haben, erzählt und zeigt die Künstlerin Laila Malfouz in einem stimmungsvollen und leidenschaftlichen Foto-Bericht, über den wir uns riesig gefreut haben:

http://www.431verstaerker-magazin.de/2012/11/18/konzert-review-eduardo-macedo-freunde-versetzten-ihr-publikum-mit-dem-konzert-zur-cd-infinita-fur-einen-abend-nach-brasilien/

Und hier könnt ihr selbst einen kleinen Einblick schöne Momente des Premieren-Abends haben:

http://www.youtube.com/watch?v=hALz6PAWKmY

Wer die CD Infinita von Eduardo bestellen will, kann dies am besten über seine Website tun:



http://www.eduardo-macedo.de/

Wir hätten am liebsten noch die ganze Nacht gefeiert – aber am nächsten Morgen hieß es für Eduardo und mich wieder früh aus den Federn zu steigen, um den Flug nach München nicht zu verpassen.

Münchner Bücherschau

Im Gepäck hatten wir auch diesmal den achten Band von Lola – mit der wir auf der Münchner Bücherschau zu Gast waren.







Gewohnt haben wir mit musikalischer Eingangstür im Hotel Splendid Dollmann im schönen Stadtteil Lehel.





Schon hier stimmte uns die Hotelbibliothek auf die Münchner Bücherschau ein ...



... und nach einer kleinen Pause sind wir zum Gassteig gefahren wo die Bücherschau jedes Jahr stattfindet.





Unser Auftritt war diesmal im kleinen Konzertsaal.



Doch vorher erwarteten uns noch eine Gruppe junger Journalistinnen für ein Radio-Interview – die Mädchen der Südpolshow 92,4 ...




... und die Moderatorin des Web TV Senders Latizon.





Um 15 Uhr begann die Vorstellung – und auch diesmal haben wir uns über einen ausverkauften Saal und ein 5 Sterne Publikum gefreut – wie man auf unseren glücklichen Gesichtern hoffentlich erkennt.



Immer wieder bin ich beeindruckt wie lange die Fans nach einer Lesung für ihr Autogramm anstehen. Damit es beim Signieren ein bisschen schneller ging, assistierte mir meine Agentin Christiane Düring, die jeden Namen vorab auf einem Stück Papier notiert hat. Am Ende kam eine ganz schöne Sammlung zusammen, von der ihr hier nur einen kleinen Teil seht:



Ein letztes Interview habe ich im Dialog mit Lola nach der Lesung für die beiden Journalistinnen von bilanda gegeben.



Ihr findet es auf der Lola-Clubseite oder klickt euch gleich hier herein:

http://www.lola-club.de/news-1462_isabel_abedi_und_lola_veloso_im_interview.html

Am nächsten Tag haben wir Sightseeing in meiner Geburtsstadt München gemacht – vom Fischbrunnen und den Ratsherren Löwen ging es vorbei an der Michael Jackson Gedenkstätte bis zur Glyptothek und den griechischen Göttern.













 

Kochen alá Lola

Im achten Band verwandelt sich Lola nach anfänglicher Identitätskrise in die 5 Sterneköchin Cocada Delicada und beglückt mit ihren magischen Gerichten Menschen aus aller Welt. Inspiriert von den brasilianischen Rezepten aus verschiedenen Lola-Büchern wurde ich am Samstag, den 26. November ebenfalls mit köstlichen Speisen beglückt.

Hamburg hat nämlich eine Kochschule, die ich Kindern und Jugendlichen, die sich in dieser Kunst einmal ausprobieren möchten, wärmstens ans Herz legen kann. Claudia Weber heißt die Chefköchin, deren Namen auch die Schule trägt.



http://www.gesundkochenlernen.de/

In Kooperation mit dem Jumbo Verlag und mit Unterstützung des Loewe Verlags hat hier der erste „Lola-Kochkurs“ stattgefunden und ich durfte – wie Jeff Brücke in den Lolabüchern – Restaurantkritikerin spielen.





„Feijoada", „Bolo de milho" und „Pastéis de Forno" sind nur einige der Gerichte, die auf dem Menüplan standen. Als ich zum Essen kam, war gerade die erste Gruppe mit Kochen fertig und die jungen Köchinnen saßen schon am Tisch.



Zu kritisieren hatte ich höchstens, dass ich von dem vielen guten Essen Bauchkneifen bekommen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte, mir neue Köstlichkeiten auf den Teller zu häufen. Am besten hat mir neben den Quibe (brasilianische Fleischbällchen) das Pao de Queijo (Käsebrötchen) geschmeckt, aber die Fejoada war auch ziemlich lecker. Zum Nachtisch gab es den Maiskuchen; Bolho de Milho.







Und dann stand auch schon die zweite Gruppe bereit.



Nach einem zweiten Testessen wäre ich wahrscheinlich geplatzt, aber kennen gelernt habe ich zumindest alle Köche und fand die Idee des gemeinsamen Kochens sehr, sehr schön!



Am Wochenende darauf brannte auf unserem Kamin über dem Feuer auch schon die erste Adventskerze und der Weihnachtsengel meiner Großmutter nahm seinen Platz zwischen den Tannenzweigen ein.





Vor dem Kamin saß ich – aber nicht um zu singen, sondern um zu lesen. Sehen könnt ihr mich in dem Arena Adventskalender, hinter dessen Türchen sich auch andere Hausautoren mit ihren Geschichten verbergen. Ich bin selbst gespannt, hinter welchem Türchen ihr mich entdecken werdet:

http://www.arena-adventskalender.de


Literarisches Trio

Hinter den Türen des Hamburger Literaturhauses schweben die Engel zu allen Jahreszeiten an der Decke des prachtvollen Saales und blickten am 5. Dezember auf eine besondere Veranstaltung herab:





Thema des Abends war die Kinder- und Jugendliteratur aus der die Gastgeber Christine Knödler und Tilman Spreckelsen fünf Bücher ausgewählt haben, um gemeinsam mit ihrem Gast – in diesem Fall mit mir – darüber zu diskutieren. Christine Knödler ist freie Journalistin, Autorin, Lektorin und Kritikerin für die Süddeutsche Zeitung. Tilmann Spreckelsen lässt unter anderem als Kinder- und Jugendbuchverantwortlicher der Frankfurter Allgemeinen von sich lesen. Zum dritten Mal im diesem Jahr fand die Veranstaltung im Hamburger Literaturhaus statt und nach Andreas Steinhöfel und Felicitas Hoppe war ich der dritte Gast der beiden.

Die Bücher, über die wir diskutiert haben, waren: Der kleine Ritter Trenk und fast das ganze Mittelalter von Kirsten Boie, Der letzte Engel von Zoran Drvenkar, Oh. Mein. Gott von Meg Rosoff, Minous Geschichte von Mette Jakobsen und – passend zur Wunschjahreszeit – der folgende Titel:



Es war ein spannender und lebhafter Abend in dem wunderschönen Saal der schon weihnachtlich dekoriert war.



Mein persönliches Lieblingsbuch unter den fünf Titeln war Minous Geschichte. Ich bin gespannt, welche Bücher für die nächste Runde ausgewählt werden – und freue mich schon jetzt auf den neuen Gast:
Im April 2013 begrüßen Spreckelsen und Knödler den wunderbaren Schriftsteller Peter Härtling in ihrer Runde.
Ich habe mir den Termin schon in den Kalender eingetragen und empfehle die Veranstaltungsreihe allen, die Interesse an Kinder- und Jugendliteratur und anregenden Gesprächen über Bücher haben.

Wer Lust hat, kann auch hier noch mal reinklicken:

http://www.julit-hamburg.de/was/auf-dem-prufstand


Schule ohne Rassismus

Ebenfalls im Dezember erreichte mich eine besondere Anfrage von der Adolf-Reichwein Realschule in Witten. Vor einer ganzen Weile lasen sie als Klasse mein Lola-Buch und diese Lektüre war der zündende Funke für ein grandioses Schulprojekt:  „Schule ohne Rassismus mit Courage“.

Ziel des Projektes ist für die 400 Schülerinnen und Schüler, Orte zu schaffen, an denen Kinder jeder Herkunft angstfrei und respektvoll miteinander lernen und leben können.
„Schule ohne Rassismus“ ist ein offizielles Projekt, gefördert von der Bundesagentur für Arbeit und Soziales, der Bundeszentrale für politische Bildung, der EU und vielen anderen – und ich bin schon jetzt sehr stolz auf mein zukünftiges Patenkind!

Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr hier weitere Infos anklicken:

www.schule-ohne-rassismus.org

Im März 2013 werde ich zusammen mit meinem Mann Eduardo die Schule  in Witten besuchen.

Die letzte Lesung des Jahres

Am 7. Dezember hatte ich meine letzte Lesung des Jahres 2012. Mit meinen Lola-Büchern im Gepäck bin ich in die Albert Schweizer Grundschule geschlittert. Draußen rieselte schon leise der Schnee ...



... und die Stimmung im Musiksaal der Schule war auch wunderbar weihnachtlich.



Neben meinem neuen Lola-Buch hatte ich auch die anderen Bände im Gepäck und habe die Kinder gebeten, sich Lieblingsstellen zu wünschen. Ausgewählt wurde eine Szene aus dem zweiten Lolaband, in dem Flos Patenkind Moritz als Lakritzbonbons getarnte Ziegenköttel an Lola und ihr Patenkind Lina verfüttert. Es wurde viel gekichert und gelacht und ich habe mich gefreut, mal wieder eine ganz andere Lola-Stelle  vorzulesen.

Jetzt freue ich mich wie ihr sicher auch: auf Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.




Mein Vorsatz für 2013 lautet:



Auf Deutsch heißt das „Nutze den Tag“ und bei mir gilt das in der ersten Jahreshälfte 2013 vor allem für die Schreibzeit.


 
Wenn ihr also in dieser Zeit nicht viel von mir hört, dann wisst ihr: ich befinde mich in der Welt meiner Wörter und bin wieder gut eingetaucht in meinen Jugendroman, der im Arena Verlag erscheinen soll, sobald er fertig ist.

Ein paar Lesungen halte ich natürlich trotzdem, ihr findet meine Termine für 2013 auf meiner Website und vielleicht begegne ich dem ein oder anderen dort ja auch persönlich:

http://www.isabel-abedi.de/lesungen_termine.php


Jetzt wünsche ich euch den besten Rest von 2012 und ein glückliches neues 2013 mit vielen Büchern, erfüllten Wünschen, Sonne, Mond und Sternen ...




Hamburg, 16.10.2012
Draußen regnet und windet es, aber mein Herz leuchtet noch warm von der Frankfurter Buchmesse, von der ich euch zurück in Hamburg berichten möchte.

Am Dienstag, den 9. Oktober, bin ich in Gustavsburg angereist, wo mich meine langjährige Wegbegleiterin Monika Trapp mit offenen Türen und Armen in ihrer wunderbaren Buchhandlung Villa Herrmann empfangen hat.



Dort war die Lola-Premierenlesung bereits angekündigt und der ganze Buchladen festlich dekoriert. Wäre ich Lola – hätte ich geschrieben: „Vor Aufregung kribbelte mir die ganze Kopfhaut!“ Und als Isabel musste ich Monika für ihren herzlichen Empfang erstmal feste drücken.









In der Villa Herrmann sind aber nicht nur die öffentlichen Buchhandlungsräume ein Erlebnis, sondern auch die obere Etage, in der die anreisenden Künstler eine Herberge finden. Gast war in diesem Jahr auch mein guter Freund und Künstlerkollege Dirk Steinhöfel. Vielleicht kennt ihr sein Buch „Die Wolke“ oder auch „Jakobs Traum“?











Nach einem schönen gemeinsamen Abend und einem 5-Sterne-Frühstück bei Monika Trapp, ging es am nächsten Morgen dann weiter mit Lola. Vor der Lesung habe ich mich noch einmal zurück gezogen und als Stärkung gegen die Aufregung brachte mir Monika einen echten Rotkäppchen-Korb mit Kuchen, Obst und Suppe (den Wein habe ich auf später verschoben :-).



Die Lesung war ausverkauft. 50 Kinder und 25 Erwachsene erwarteten mich im Saal der Villa Herrmann -  aber ich glaube, am kribbeligsten von allen war ich selbst. Das erste Mal aus einem neuen Buch zu lesen ist nach all den Jahren noch immer etwas ganz Besonderes für mich – so als würde ich mein neues Baby zum ersten Mal der Welt zeigen.

Und zum Glück wurde die neue Lola feierlich und freudig begrüßt. Die erste Signierstunde für Lola fand in den Räumen der Villa Herrmann statt.



Und ich fühlte mich glücklich und bestärkt auf meiner ersten Station der Frankfurter Buchmesse, an einem Ort, der für mich ein kleines Stück zu Hause geworden ist.

Am Abend ging es weiter ins Messehotel Jumeirah und am nächsten Morgen gut ausgeschlafen mit Blick auf den Himmel über Frankfurt auf die Buchmesse.



In diesem Jahr war Neuseeland Ehrengast der Frankfurter Buchmesse und zu den Internationalen Ausstellern gehörte auch der Iran, Griechenland – und Brasilien. Das Heimatland meines Mannes wird 2013 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein, und mein Wunsch, dass bis dahin ein Lola-Buch von mir in Brasilien veröffentlich wird, gilt noch immer ...























Aber in diesem Jahr war mein Hauptmagnet auf der Buchmesse der Loewe-Stand.
Im Regal standen mein Kinderroman „Die Verbotene Welt" mit neuem Cover – und im festlichen Rot die neue Lola Bücher ...













Vorgestellt habe ich den neuen Lola-Band dann zusammen mit meinem Mann Eduardo Macedo am Freitagnachmittag im Spiegelzelt.






Auch hier waren wir ganz berührt von so vielen Gästen ...




















Mein Jugendbuch-Verlag Arena war natürlich ebenfalls auf der Buchmesse vertreten.  Fotografiert (und begeistert gelesen) habe ich auch  die Romane meiner Kolleginnen Franca Düwel, Alina Bronsky und Stefanie Taschinski.

















Am Samstag wurde der Illustrator Alexander von Knorre mit seinen Kollegen am Arena-Stand interviewt. Er hat die Bilder zu meinem Buch „Piratenkater Pavarotti und die wilden Männer“ gemacht.





Ein paar meiner Kolleginnen vom Loewe Verlag habe ich am Wochenende getroffen. Marie Lu, die Autorin von „Legend“ und Ursula Poznansiki, die Autorin von Erebos, die in diesem Jahr ihren neuen Roman „Die Verratenen“ vorgestellt hat. Von mir gab es am Samstag eine Signierstunde am Loewestand.



    
  




Im Anschluss fand am Arena Stand eine Interview-Runde mit meinen Kolleginnen Antje Babendererde, Stefanie Taschinksi und dem Sachbuchautor Volker Präkelt  statt. „Wie viel echtes Leben steckt in einem Buch“ lautete das Motto, zu dem wir unsere Erfahrungen ausgetauscht – und anschließend signiert haben. Besonders originell fand ich ein T-Shirt, das eine Leserin von ihrer Freundin geschenkt bekomme hat.









Am Messesonntag gab es dann die Lola-Lesung im Kinderbuch-Forum, ebenfalls mit musikalischer Begleitung von meinem Mann und vollem Publikum.









Die Signierschlange nach der Lesung nahm kein Ende. Ich bewundere alle, die mit soviel Geduld anstehen und warten – und ich bedanke mich bei meiner Tochter Inaié Macedo, die mir am Sonntag beim Signieren assistiert hat.





Unter den Gästen waren auch zwei Bloggerinnen, über deren Besuch ich mich sehr gefreut habe. Die eine war incognito zu Besuch und mir wurde ihr Eintrag erst im Nachhinein zugeschickt.

http://jeanne447.wordpress.com/category/frankfurter-buchmesse/

Vielen Dank für die schönen Worte – und ja: ich habe dich wirklich wieder erkannt. Namen vergesse ich leicht, aber Gesichter kann ich mir gut merken und freue mich alle Jahre wieder wenn jemand zurückkommt.

Die zweite Bloggerin stellte sich als Julia Zamaitat vor. Sie hinterließ mir die Visitenkarte für ihren schönen Blog „Buchsammlerin“ und hat mir nach der Messe auch ihr Foto geschickt. Ihr Blog ist lesenswert, ich teile ihn gerne mit euch und habe mich natürlich auch über die schöne Rezension zu Lucian gefreut.




http://www.buchsammlerin.de/2012/03/rezension-lucian.html
http://www.facebook.com/Buchsammlerin


Am Ende der Messe hatte es ein einziger roter Lola-Band geschafft zurück zu bleiben. Alle anderen waren verkauft worden. WOW!




So ging auch dieses Mal eine aufregende Messe zu Ende, natürlich nicht ohne ein paar besondere Besucher belichtet zu haben – ich frage mich nur, womit letzterer die Bücher liest ...





Erste Lesermeinungen zur neuen Lola erreichten mich heute – vielen Dank dafür!!!
 
http://buchlabyrinth.blogspot.de/2012/10/rezension-5-sterne-fur-lola-von-isabel.html

Hier auch bei Lovelybooks

http://www.solitarys-buecherecke.de/index.php/ab-8-jahre/200-5-sterne-fuer-lola-isabel-abedi

Und hier kommt eine wunderbare Empfehlung vom ZEIT-Online-Blog!

Auf meiner Facebookseite gibt es auch noch ein paar Eindrücke:

http://www.facebook.com/Abedi.Isabel

Und last but not least hat meine Freundin Birgit Permantier mir den Mitschnitt der Isola Lesung geschickt, die ich vor der Messe in Berlin gehalten habe:

http://www.youtube.com/watch?v=QpgmZIultR8&feature=share

Mit diesen Eindrücken – reich beschenkt – sage ich allen Beteiligten noch einmal herzlichen Dank für die wunderbare Messe!


Hamburg,, 03.10.2012
In Hamburg sind Herbstferien und in Frankfurt steht die Buchmesse vor der Tür. Bevor ich in den Zug steige, melde ich mich noch einmal mit den letzten Ereignissen aus meiner Welt der Wörter.

Drei schöne Veranstaltungen liegen wieder hinter mir.

Am 4. September waren Eduardo und ich zu Gast bei den Mitgliedern des Friedrich-Bödecker-Kreises in Hamburg. Seit vielen Jahren fördert der Verein das Lesen – und Lesungen an Schulen:

http://www.boedecker-kreis.de/

Eduardo und ich wurden auf einer Versammlung in Hamburg als „Zwei Kulturen-Paar“ dazu eingeladen, etwas über unsere Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen zu erzählen, die wir durch unsere gemeinsamen Auftritte in Schulen oder auf Veranstaltungen getroffen haben.

Dabei ging es auch um unsere spezielle Art und Weise, eine Lesung mit Musik sowie unseren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu verbinden. Als wir einige Fotos unserer Veranstaltungen anschauten, wurde auch uns noch einmal bewusst, wie viele besondere Erlebnisse wir in den letzten Jahren gesammelt haben:





























Bereichernd war für Eduardo und mich aber auch der Einblick in die Erfahrungswelt der Mitglieder des Bödecker-Kreises, der Lehrerinnen und Lehrer, den wir an diesem Abend erhalten haben, und ich bedanke mich noch einmal bei Ingrid Röbbelen und allen Teilnehmern für diese Begegnung.


Vom 16. - 21. September fand im Elsa-Brandström Haus in Hamburg Blankenese wieder die Werkstatt für Übersetzer deutschsprachiger Literatur für junge Leser statt.



„Kein Kinderspiel“ hieß das Motto, unter dem sich 16 Übersetzerinnen und Übersetzer aus aller Welt in den Tagungsräumen der geschichtsträchtigen Villa versammelten, um ihre Erfahrungen auszutauschen.



Im letzten Jahr waren Kirsten Boie und ich als Autoren eingeladen in diesem Jahr war ich zusammen mit Andreas Steinhöfel zu Gast.



Mein Abend war der Montag – und ich habe neben Whisper zum ersten Mal aus meiner neuen Lola gelesen, von der am selben Tag ein druckfrisches Vorabexemplar in meinem Briefkasten lag.





Inspirierend war auch in diesem Jahr wieder die Begegnung mit den verschiedenen Kulturen aus aller Welt. Unter den Teilnehmerinnen waren auch zwei Iranerinnen. Noch haben es keine Bücher von mir an diesen Teil der Erde geschafft, aber die Begegnung mit meinen „Landesschwestern“ war so herzlich, dass ich plötzlich ein ganz vertrautes Gefühl hatte.



              

Einer meiner größten Wünsche ist noch immer, dass meine Lola-Bücher ins Brasilianische übersetzt werden. Auch in diesem Jahr habe ich eine Übersetzerin aus Sao Paulo kennen gelernt und sie war nach der Lesung genauso überzeugt davon wie ich, dass Lola in Brasilien viele Freunde finden würde.



Im nächsten Jahr treten Deutschland und Brasilien sogar in einen besonderen Bund. "Wo Ideen sich verbinden" heißt das Motto für die Initiative, die der Vertiefung und Ausweitung deutsch-brasilianischer Beziehungen dient:

http://www.alemanha-e-brasil.org/de

Und weil Lolas Papai immer sagt: die größten Wünsche schickt man am besten in den Himmel, sende ich diesen hier einfach mal über den großen Teich in das Land meines Mannes und Lolas Papais: Ich wünsche mir, dass die Lola-Bücher in einem brasilianischen Verlag ein Zuhause finden.



Wie gut mir das italienische Cover von Lucian gefallen hat, habe ich schon vor einer Weile ins Tagebuch geschrieben – und eine besondere Überraschung war es daher für mich, die italienische Übersetzerin Maria-Alessandra Petrelli kennen zu lernen.



Florence Quillet aus Chamalières hat meine Lola-Bücher ins Französische übersetzt. Nach meiner Lesung erzählte sie mir, dass sie jetzt an der Übersetzung meines Kinderromans Verbotene Welt arbeitet, was mich natürlich riesig gefreut hat. Wir haben dann auch gleich die Gelegenheit genutzt, uns ein wenig über das Buch auszutauschen.



Der Mittwoch Abend gehörte Andreas Steinhöfel. Er hat aus seinen Romanen Die Mitte der Welt und Rico, Oscar und der Diebstahlstein vorgelesen. Die Übersetzerin von Rico aus Russland war auch dabei und hat nach der Lesung eine Kostprobe aus ihrer Übersetzung gegeben.





Ein großes Thema in der anschließenden Diskussion war die Zensur. Eine Mutter, die sich ihre Brüste vor dem Spiegel anschaut, ein homosexueller Junge oder ein nackter Kinderhintern auf dem Buchcover, sind in manchen Ländern im Kinder- oder Jugendbuch schlichtweg: undenkbar.



Ich finde es wichtig und bemerkenswert, dass solche kulturübergreifenden Begegnungen stattfinden – eben damit sich Kulturen einander annähern können und welches Medium ist dazu besser geeignet, als die Kinder- und Jugendliteratur Literatur, in der es um eine neue Generation von Menschen geht – und sich damit immer auch ein Stück neuer Zukunft eröffnet.

Ich bedanke mich an dieser Stelle auch noch einmal bei den Veranstalterinnen Regina Pantos und Linda Dütsch vom Arbeitskreis für Jugendliteratur, bei dem deutschen Übersetzer Tobias Scheffler und bei seinen Kolleginnen und Kollegen aus Ägypten, Brasilien, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Iran, Montenegro, Niederlanden, Polen, Spanien, und Russland für diese länderumspannende und kreative Zeit.










                   


Meine dritte und letzte Lesung vor der Frankfurter Buchmesse hat mich am 27. September nach Berlin geführt. Hier war ich zu Gast auf dem Willi Graf Gymnasium und habe vor allen 8. Klassen aus meinem Jugendroman Isola gelesen.



Eigentlich lese ich an Schulen ungern vor mehr als zwei Klassen, aber diese Lesung war ein echtes Highlight und das Publikum gehörte definitiv zu den Top Ten meiner bisherigen Schulauftritte. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl für mich als Autorin, wenn ich beim Lesen spüre, dass die Zuhörer gebannt sind und die vordergründigen Geräusche während der Lesung Gelächter und Applaus sind.



Nach der Lesung habe ich Dias gezeigt, von meiner Arbeit als Schriftstellerin und von der Idee zu Isola erzählt. Meine Freundin Birgit Permantier hat mich mit ihrer Kamera begleitet und einige Szenen der Lesung zu einem kleinen Film geschnitten, den ihr euch hier anschauen könnt.

Vielen Dank dafür, liebe Birgit – und einen herzlichen Dankesapplaus auch an den Buchhändler Thomas Gralla für seine Begleitung mit dem Büchertisch, an Herrn Lark und sein Kollegium für die perfekte Vorbereitung, den Techniker aus Klasse 11 fürs Licht sowie an die Schüler der achten Klassen – ihr ward ein 1a Publikum!



Und was gibt es sonst neues?

Ein Interview mit Fina – einer fünfzehnjährigen Bloggerin, das ihr auf ihrem beliebten und schön gemachten Bücherblog „Buchlabyrinth“ entdecken könnt:

http://buchlabyrinth.blogspot.de/2012/10/autoreninterview-mit-isabel-abedi.html

Eine neue Literaturagentur – wie ihr auf meiner Website vielleicht schon gesehen habt. Meine ehemalige Managerin Tamara Steg hat neue Wege eingeschlagen, aber bleibt mir als gute Freundin erhalten. Und die langen Jahre unseres gemeinsamen Weges, Tamaras Rückenstärkung, ihr großes Herz für meine Arbeit, Lesungen und Bücher werde ich für immer wertschätzen.



Literarisch betreut werde ich seit diesem Sommer von der Medienagentur scripts for sale und freue mich jetzt auf ein neues Stück Weg mit Petra Hermann, Elke Brand und Christiane Düring, die mich als freie Lektorin und Agentin für das Kinder- und Jugendbuch begleitet.

http://www.scriptsforsale.de/

Eine neue Lola. "5 Sterne für Lola" erscheint  am 9. Oktober  und pünktlich zur Frankfurter Buchmesse! Die offizielle Premierenlesung findet am 10. Oktober in der Villa Hermann in Gustavsburg statt, wo mich Monika Trapp auch schon mit Lola Schwesterherz empfangen hat.



Weitere Lesungen mit Signierstunden gibt es auf der Frankfurter Buchmesse - im Spiegelzelt und am Loewestand, für die auch mein Mann Eduardo Macedo nach Frankfurt kommt, um Lola und mich mit seiner Musik zu begleiten.







Und wie alle Jahre wieder findet eine Signier- und Gesprächsstunde am Arena Stand statt.



Ich freue mich, hoffentlich viele von euch in Frankfurt zu treffen. Die Termine erfahrt ihr wie immer auf meiner Website unter „Veranstaltungen“

http://www.isabel-abedi.de/lesungen_termine.php

... und ab sofort auch auf meiner neuen Facebookseite, die in Zusammenarbeit mit meinen Verlagen Loewe und Arena entstanden ist:

http://www.facebook.com/Abedi.Isabel

Ganz besonders möchte ich mich hier bei meiner Pressemitarbeiterin Miriam Willer und bei Franziska Klamm vom Loewe Verlag für ihr großartiges Engagement bedanken.
Und auch an die zahlreichen Gäste, die mich schon in den ersten Tagen mit Einträgen und Grüßen auf Facebook besucht haben, schicke ich ein glückliches Gefällt mir :-)

Meine Website möchte ich allerdings auch weiterhin so persönlich betreuen wie ich es bislang gemacht habe. Ich freue mich über viele neue Facebookfreunde – aber ich hoffe auch, dass mir die Gäste und Leser meines Website-„Buches“ weiterhin treu bleiben.



Ich selbst packe bald meinen Koffer und freue mich, hoffentlich viele von euch in Frankfurt auf der Buchmesse zu treffen!



Herzliche Grüße von Eurer

Isabel Abedi





Hamburg, 25.08.2012
Die Hamburger Ferien sind zu Ende und der Sommer hat sich zumindest nachträglich noch einmal im grauen Norden blicken lassen. Für mich gab es aber auch vor den Ferien schon einen strahlenden Lichtblick: das Cover der neue Lola.



Rot ist eine meiner Lieblingsfarben und auch bei den Illustrationen hat Dagmar Henze wieder gezaubert. Ich lasse euch, hoffentlich mit Dagmars Einverständnis, mal ein wenig spionieren und zeige euch neben dem Entwurf für den Titel einen Illustrationsentwurf für die Innenseiten:



Wie immer haben Dagmar und ich Hand in Hand gearbeitet und auch mit dem Lektorat und allen tatkräftig Beteiligten des Loewe Verlages war die Teamwork einfach „perfekt“. 


Nicht ganz so perfekt wird Lolas Leben im neuen Band – sie hat diesmal mit ziemlich vielen Krisen zu kämpfen, aber Spannung steigert natürlich den Spaß am Schreiben – und hoffentlich für euch auch beim Lesen.

Ein sehr besonderes Erlebnis war für mich in dieser Zeit die Erscheinung meines ersten amerikanischen Bilderbuches „Farewell, Grandpa Elephant“.



Dass ich viel Zeit in Amerika verbracht habe, wissen manche von euch vielleicht schon. Mein 2009 erschienener Roman Lucian spielt zum Teil in Los Angeles und damals habe ich dort auch an der Geschichte geschrieben. Dass Lucian in diesem Sommer als Taschenbuch erschienen ist, war für mich sehr symbolisch.

Auch mein neuer Jugendroman, an dem ich seit über einem Jahr arbeite, hat Los Angeles als Schauplatz. Ein anderer Teil spielt in Oregon.

So war meine Sommerreise an die Westküste Amerikas in diesem Jahr ein Stück Revival ... und ein Stück Recherche.

Ich bin in Los Angeles gelandet und von dort aus mit dem Auto in den Norden gefahren – so wie Rebecca und Tyger in "Lucian". Aber auch die Protagonistin meines neuen Jugendromans wird eine symbolisch wichtige Fahrt in den Norden antreten.



Dabei landet sie nicht wie ich im legendären Madonna Inn in San Louis Obispo ...





... aber dafür erinnert das verträumte Old Thyme Inn, in dem ich übernachtet habe, sehr an ein Haus, das ebenfalls im Roman vorkommen wird.





Auf meiner Reise war das Old Thyme Inn wirklich eine ganz besondere Entdeckung. Statt einer Bibliothek, gab es eine Videothek und jedes der sieben Zimmer, die nach Kräutern benannt waren, hatte seinen eigenen Videorekorder.





Ein Abenteuer war für mich die Fahrt durch die Landschaft. Wie Rebecca und Tyger in meinem Roman Lucian, habe ich den Highway 1 benutzt, der für mich das schönste Sinnbild für das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ ist.


















Die meiste Zeit habe ich aber auch diesmal wieder in 
meiner "zweiten Heimat" Los Angeles verbracht.



Wie damals, als ich Lucian schrieb, wohnte ich in Venice Beach.

















Aber diesmal bin ich auch viel durch die Stadt gefahren und habe Augenblicke gesammelt. Los Angeles hat so viele unterschiedliche Facetten – zu denen auch die wilde Natur gehört ...







Oder das deutsche Goethe Institut, an dem ich nächstes Jahr vielleicht eine Lesung halte ...





... natürlich Hollywood ...







... und die Nachtclubs. Der Name Crossroad ist sehr symbolisch für meinen neuen Roman.



Und die untergehende Sonne am Santa Monica Pier mit dem berühmten Riesenrad.



Aber zumindest damit kann sich meine andere Heimat messen: Hamburg.



Am letzten Tag der Sommerferien war ich zurück – und hatte eine wunderschöne Lesung im Maritimen Museum.



Im Rahmen der Lesereihe „Abenteuer entstehen im Kopf“, die alle Jahre wieder von Heike Klopsch und Martina Ahlenstiel organisiert wird, standen diesmal "Thriller" auf dem Programm.
Und auch diesmal hat mich mein Mann Eduardo Macedo begleitet.



Unser erster Gast war Alicia, die schon viele Jahre eine meiner treusten Fans ist und zu vielen meiner Bücher ganz wunderbare Rezensionen geschrieben hat. Mittlerweile schreibt auch sie ihre ersten Geschichten und ich habe mich sehr gefreut, sie in Hamburg wieder zu treffen.



Außerdem war ich dieses Jahr an der Seite von Sabine Ludwig, einer Schriftsteller Kollegin, deren Bücher zu meinen Lieblingen zählen und die ich seit vielen Jahren kenne. Begleitet von Eduardos Musik und inspirierend moderiert von Martina Ahlenstiel las Sabine aus aus ihrem Jugendroman „Painting Marlene“, ich aus „Whisper“.





Und wie geht es weiter?

Zum einen mit schönen Neuauflagen meiner Bücher, die jetzt in den Buchhandlungen zu kaufen sind.

Die Abenteuergeschichten




Die Verbotene Welt – mit neuem Titel



Und wie oben schon erwähnt: Lucian als Taschenbuch:



Und ab Oktober geht es dann endlich weiter mit Lola! Pünktlich zur Buchmesse wird der achte Band zu kaufen sein. Die Fahnen sind im Druck, das Cover ist fertig ...



... und ich bin voller Spannung, wie euch Lolas neue Geschichte gefallen wird!

Für mich geht es jetzt wieder in die Welt meines Jugendromans ... aber zwischendurch melde ich mich wieder – und wünsche euch noch möglichst viele Sonnentage in diesem Jahr!


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