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Isabel Abedi Biografie
Isabel Abedi

















Normalerweise sind Tagebücher streng geheim. Aber in diesem Fall ist Stöbern ausdrücklich erlaubt. Auf der rechten Buchseite trage ich regelmäßig ein, was erzählenswert ist.

Die Nacht der Bäume, 19.09.2009
Es war einmal eine Dorfstraße in Hamburg, auf der standen dreißig Ahornbäume. Seit vielen Jahren gehörten sie hierher und schenkten den Bewohnern Schönheit, bis eines Tages die Hamburger Bürgerschaft beschloss, die Bäume zu fällen. Die Bewohner der Straße waren bestürzt und überlegten verzweifelt, wie sie dieses Unheil abwehren könnten. Schließlich fassten sie einen Plan. Schwerter und Waffen kamen nicht darin vor. Stattdessen verwandelten Musik, Geschichten und das magische Licht eines Künstlers, die Straße der Ahornbäume in eine nächtliche Märchenlandschaft.
Ich selbst durfte dabei sein, am 19. September 2009 zusammen mit Kirsten Boie, vielen Musikern, dem Lichtkünstler Michael Batz und unzähligen Menschen, die sich wünschen, dass diese wunderbare Nacht ein Wunder möglich macht.
Und weil die Bäume noch immer nicht gestorben sind, hoffe ich, dass sie glücklich und zufrieden weiterleben dürfen.

Unter diesem Link erfahrt ihr mehr:
http://nacht-der-baeume.jimdo.com/

Und hier seht ihr die erste „Lucian-Leserin“, die mir in der Nacht der Bäume ihr Exemplar zum Signieren brachte. Auch das war ein besonderer Augenblick für mich.


Hamburg, 19.07.2009
Zurück in Hamburg bin ich schon eine ganze Weile - aber eigentlich nur körperlich. Mit Kopf und Herz habe ich auch nach meiner Rückkehr aus Los Angeles noch in der Welt der Wörter gesteckt, oder genauer gesagt: in meinem Roman Lucian, der jetzt dank der wunderbaren Lektorin Christiane Düring und ihrem Team aus dem Arena Verlag FAST FERTIG ist! Das bedeutet; LUCIAN wird diesen Herbst (ich schätze Mitte September oder Anfang Oktober) im Arena Verlag erscheinen. Und ich fahre jetzt erschöpft aber glücklich in die Sommerferien! Wenn ich zurück komme, werde ich noch mal ein bisschen ausführlicher ins Tagebuch schreiben, für heute möchte ich nur viele Grüße schicken und euch allen einen wunderbaren Sommer wünschen!

Los Angeles, 16.05.2009
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Hi!

Ich grüße euch aus der Stadt der Engel: Los Angeles.
Seit Anfang Mai bin ich hier und schreibe am zweiten Teil meines Jugendromans “Lucian”, der bereits für das neue Herbstprogramm im Arena Verlag angekündigt worden ist. Daumen drücken!!! Ich gebe mein Bestes, dass ich es rechtzeitig schaffe, abzugeben.

Als Wohnort habe ich mir Venice Beach ausgesucht, das amerikanische Venedig von Los Angeles. Vor fast genau hundert Jahren ließ der Tabakmillionär Abbot Kinney den feuchten Sumpf südlich von Santa Monica von Kanälen durchziehen und verwandelte "sein Venice" in einen riesigen Vergnügungspark. Leider hielt das Vergnügen nur wenige Jahre. Ein großes Feuer zerstörte 1920 die meisten Bauwerke. Venice Beach wäre dem Verfall bedroht gewesen, wenn nicht die so genannten “Blumenkinder”  wie der Sänger Jim Morrison den Charme dieses magischen Ortes erkannt hätten. 1994 restaurierte die Stadt fünf Kilometer der Kanäle, deren Umgebung seither ein Geheimtipp von Los Angeles ist.

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Mein Schreibhäuschen liegt gar nicht weit von den Kanälen, hat aber gleichzeitig den traumhaften Blick aufs Meer und einen sonnigen Innenhof, wodurch das Schreiben natürlich noch einmal ein ganz anderes Erlebnis ist!

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Den berühmten Ocean Front Walk kennen manche von euch euch vielleicht schon aus meiner Kurzgeschichte “Los Angeles”  – oder aus den Gilmore Girls: hier wurde die Staffel gedreht, in der Rorys Freund Jeff seinen Vater besucht, der in Venice Beach einen Hot Dog Stand hat. In Wirklichkeit aber trifft man hier natürlich auf vieles mehr. Das berühmte Sidewalk Café zum Beispiel mit dem wunderbaren Buchladen “Small World Books. Hier fühlen sich sogar Katzen wohl!


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In Venice Beach lebt die Kunst auf den Straßen. Während die Künstler am Strand ihre Bilder verkaufen, kann man sie auf den hinteren Gassen kostenlos genießen.

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Und Beach heißt natürlich auch: Strand! Zum Sonnen, zum Surfen, zum Fahrradfahren, Joggen oder Bladen. Es ist einfach herrlich, sich hier den frischen Wind um die Ohren sausen zu lassen, um sich danach (in meinem Fall) mit neuen Ideen an den Schreibtisch zu setzen.

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Ob man dabei auch dem ein oder anderen Engel begegnet, bleibt ungewiss, sicher ist aber: geflügelte Wesen gibt es in Los Angeles jede Menge. Und sie haben keine Scheu für ein Foto zu posieren.

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Vor meinem Fenster ist es mittlerweile dunkel geworden, die Strandpromenade ist still – und für mich bricht die Zeit zum Weiterschreiben an.

Herzliche Grüße von Eurer
Isabel Abedi

Hamburg, 21.03.2009


Zurück aus Leipzig und Köln melde ich mich wieder einmal in meinem Tagebuch, um die Seiten mit ein paar schönen Erlebnissen zu füllen und euch herzliche Grüße zu schicken.

Auch in diesem Jahr haben Eduardo und ich auf der Leipziger Buchmesse wieder musikalische Lesungen gehalten, diesmal aus Lola auf Hochzeitsreise und Isola. Jedes Mal bin ich aufs Neue überwältigt davon, wie viele Leser und Freunde zu den Veranstaltungen und anschließenden Signierstunden kommen. 

Eine unterhaltsame Stunde hat mir der Bertelsmann Club beschert. Die Pressesprecherin des Clubs, Laura Kohler, hat ein wirklich schönes Interview vorbereitet, in dessen Rahmen ich auch zwei kleine Kostproben aus Lola und dem kleinen Magnet-Sammelband Wünscht du dir keinen Engel? lesen durfte, der
im März im Arena Verlag erschienen ist. In einer der drei Geschichten, die dort versammelt sind, geht es um ein Mädchen, das im Kaufhaus als Engel jobbt. Sie trägt große weiße Federflügel, genau wie das Mädchen, dem ich auf der Leipziger Buchmesse begegnet bin.



Nach dem Interview überraschte mich ein junger Reporter von der Jugendzeitschrift Spiesser mit einer Frage, auf die ich erstmal keine Antwort wusste: "Frau Abedi, was ist für Sie spießig?" Äh ... da war ich wirklich erstmal sprachlos. Aber dann sind mir doch noch ein paar Dinge eingefallen: Knickse finde ich spießig. Und wenn sich Leute darüber aufregen, das man in der Öffentlichkeit laut lacht. Sonst noch was? Das erfahrt ihr dann später, wenn das Interview veröffentlich wird, denn natürlich war ich nicht die einzige, die sich auf diese Frage etwas einfallen lassen musste. Ich fand die Idee jedenfalls total erfrischend und alles andere als spießig. Ich wünschte, mehr Journalisten wären so kreativ mit ihren Fragen! 

Nicht unerwähnt möchte ich deshalb auch lassen, dass die Zeitschrift Spiesser mittlerweile nicht nur Deutschlands größte sondern auch Deutschlands beste Jugendzeitschrift ist. Da kann sich die gute alte Bravo ein Stück von abschneiden ...
Für Nichtkenner ist hier der Link zum Einsteigen:

http://www.spiesser.de



Grund zum Feiern gab es in Leipzig ebenfalls. Von einer Neuigkeit darf ich noch nicht öffentlich berichten - aber wenn ihr in der nächsten Zeit die "News" auf meiner Website und auf der Lola-Clubseite im Auge behaltet, werdet ihr Bescheid wissen!

Die zweite schöne Nachricht ist jetzt offiziell: Beim internationalen Preis der jungen Leser ist Whisper auf Platz drei gelandet, worüber ich mich natürlich riesig gefreut habe. 
Die Preisverleihung hat auf der Leipziger Buchmesse stattgefunden, es war eine riesige und ziemlich turbulente Veranstaltung. Wer auf Platz 2 und 1 gelandet ist, und was es sonst noch über den Preis zu lesen gibt, erfahrt ihr in den "News" auf meiner Website oder unter folgenden Links: 

http://www.youtube.com/user/fischerTVundFILM

http://www.mdr.de/mdr-aktuell/6204490.html


Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal ganz, ganz herzlich bei den jungen Lesern bedanken, die Whisper ihre Stimme gegeben haben!







Von Leipzig ging es dann nach Köln, zur LitCologne, einem der wunderbarsten Lesefestivals, das ich kenne! Es ist ein echter Genuss, wenn man so professionell und gleichzeitig herzlich betreut wird, wie es uns auch in diesem Jahr wieder in Köln ergangen ist. Genächtigt haben wir zusammen mit den anderen Künstlern im "Hotel im Wasserturm", das ab sofort zu meinen Lieblingshotels gehört. Gelesen und musiziert haben wir am nächsten Tag im Filmforum Museum Ludwig aus Isola und auf dem Literaturschiff MS RheinEnergie aus Lola. Zum Aufbau und Technikdurchlauf hatten wir den riesigen Rheindampfer noch fast für uns allein, aber schon bald standen die ersten Gäste am Anleger Schlange.





Lilipuz und der WDR 5 waren auch mit an Bord, um die Veranstaltung aufzuzeichnen. Im Radio für Kinder werden Lola und viele andere spannende Lesungen dann zu hören sein. Die Startzeiten und Sendetermine erfahrt ihr bei  www.kiraka.de
Und bei www.lilipuz.de werden die Lesungen dann als Podcast zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Hören! 

Zurück in Hamburg empfing mich dann noch eine schöne Nachricht: Die Comenius-Schule in Paderborn hat mein Buch Heute ist Lucy Piratin zum beliebtesten Kinderbuch gewählt. Herzlichen Dank auch an euch, liebe Kinder der 1. und 2. Klassen! Ich freue mich riesig über diese schöne Auszeichnung!!!

Gestern war Frühlingsbeginn und die Hamburger Wolken haben pünktlich (und endlich!!!) der Sonne und blauem Himmel Platz gemacht. 



Mein Mann Eduardo hat die neue Jahreszeit mit einem wunderschönen Konzert im Hamburger Goldbekhaus eingeläutet, während in meinem Roman immer noch der Herbst unterwegs ist. Ich bin fleißig am Schreiben, mittlerweile auf Seite 220 angelangt und guter Hoffnung, dass ich den Abgabetermin halten kann. Den Titel darf ich euch auch schon verraten. Der Roman wird Lucian heißen und wenn alles gut geht, erscheint er im Herbst diesen Jahres im Arena-Verlag. 

Von der Handlung möchte ich noch nichts preisgeben, da bin ich abergläubisch. Aber ich glaube, alle Leser, denen Whisper und Isola gefallen hat, können sich auf Lucian freuen.
Außerdem kann ich verraten, dass der Roman an zwei Schauplätzen spielt: in Hamburg und in Los Angeles. In Hamburg lebe ich - und nach Los Angeles fliege ich im Mai, um dort in einem Häuschen am Meer die zweite Hälfte meines Romanes zu schreiben. 

Aber vorher melde ich mich sicher noch mal im Tagebuch oder mit "News" auf meiner Website!

Und zum Abschluss für heute wollte ich euch noch zwei schöne Fundstücke aus dem YouTube zeigen:

Hier seht ihr Eduardo und seinen Freund in einer Küche in Brasilien bei einer kleinen "Jam-Session", die von einem jungen Tänzer und Musiker begleitet wird :-) Viel Spaß!


Und hier seht ihr einen Videoclip von Whisper, den der Künstler Dirk Steinhöfel vor einiger Zeit mit einem Musiker und einer jungen Schauspieler geschaffen hat. Ich hoffe, er gefällt euch ebenso gut wie mir!




Hamburg, 20.01.2009

Heute möchte ich wieder einmal von zwei schönen Lesungen berichten:

Unter dem Stichwort Sonntagsgeschichten veranstaltet die F.A.Z. alle Jahre wieder eine große Spendenaktion, in deren Rahmen Kinderbuchautoren aus ihren Büchern lesen.
Am Sonntag, den 19. Januar stand ich mit Lola auf Hochzeitsreise auf dem Programm. Die Lesung fand in der Volksbank-Filiale am Frankfurter Börsenplatz statt. Mit dem Erlös sollen Kinder in schwierigen Verhältnissen und der Neubau einer Behindertenwerkstatt unterstützt werden. Da waren die vielen Eintritt zahlenden Zuschauer, die mich erwarteten, natürlich eine doppelte Freude.



Die F.A.Z. hat auch einen schönen Artikel über die Lesung geschrieben. Nur die Fotos sind leider richtig gruselig geworden. Wollte der Fotograf mich ärgern oder warum hat er eine so schlechte Auswahl getroffen? Wenn euch der Artikel interessiert, klickt mal hier:

"Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen."

Dieser weise Satz kommt von Hourvash Pourkian, einer Frau, die ebenfalls ein ganz besonderes Projekt in die Welt gerufen hat: Es heißt SWITCH. Hamburger Kinder aus allen Kulturen von 9 bis 14 Jahren können hier in vier Tagen eine Weltreise machen. Dafür müssen sie weder Geld bezahlen, noch Koffer packen. Denn die "fremden Freunde" die sich in diesen vier Tagen kennenlernen, kommen zwar aus ganz verschiedenen Ländern. Aber sie alle wohnen in Hamburg.

Wer sich bei Switch anmeldet, kann Familien besuchen, die aus Asien, Afrika, Amerika, Australien oder Europa stammen - und an einem dieser Tage selbst Gastgeber sein. In kleinen Gruppen von jeweils 4 Kindern werden fremde Bräuche entdeckt und geteilt: zum Beispiel kocht man ein chinesisches Gericht bei einer Familie aus China, trägt einen indischen Sari bei einer Familie aus Indien oder tanzt brasilianischen Samba bei einer Familie aus Brasilien.

Für mich gibt es kaum eine schönere Möglichkeit zuhause Freunde aus aller Welt kennen zu lernen!
Wenn auch Ihr Interesse an einer solchen Weltreise habt, dann erhaltet Ihr auf dieser Website mehr Informationen:
www.switchhamburg.de

Veranstaltet und unterstützt wird das Projekt Switch von der Kulturbrücke Hamburg. Im Dezember 2008 fand die 7. Switch-Weltreise statt, und weil die Anmeldungen so zahlreich waren, hat sich die Kulturbrücke entschieden, für die "Übrig gebliebenen" ein Alternativ-Programm anzubieten.

Hier kamen wir dann ins Spiel. Eine Bekannte von uns, Karin Werum, die sich als ehrenamtliche Mitarbeiterin für die Kulturbrücke Hamburg engagiert, kennt meinen Mann Eduardo noch aus den "alten Zeiten". Genau wie ich hat auch sie damals brasilianische Tänze von ihm gelernt. Jetzt wollte sie wissen, ob Eduardo Zeit und Lust hätte, den deutschen "Switch-Kindern" etwas über sein Heimatland zu erzählen. Und weil meine neue Lola ebenfalls in Brasilien spielt, habe diesmal ich Eduardo begleitet. Die Veranstaltung fand im "Hühnerposten" statt, der Hamburger Zentralbibliothek. Es war unheimlich spannend, was die Kinder für Fragen hatten und wir hatten eine richtig gute Zeit miteinander.




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