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Interview mit Isabel Abedis älterer Tochter Inaié zur Veröffentlichung von

Lo.Ve: Viele Autoren sprechen von ihren Figuren ja fast wie von ihren Kindern. Ist Lola für dich so etwas wie eine Schwester?

Inaié: Nein, eine Schwester ist Lola nicht für mich. Mit einer Schwester möchte ich auch kuscheln und streiten können, das geht mit einer Buchfigur natürlich nicht. Zur Familie gehört Lola aber irgendwie trotzdem.

 

Lo.Ve: Haben deine jüngere Schwester und du Isabel Abedi zur Figur der Lola inspiriert? Gibt es Stellen in den Büchern, in denen du denkst „Hey, das bin ja ich!“?

Inaié: Wer Isabel für Lola inspiriert hat, kann ich nicht sagen. Das waren bestimmt mehrere Menschen, nicht nur meine Schwester und ich. Ein lebendes Vorbild hatte sie aber, soviel ich weiß, nicht. Trotzdem gibt es viele Stellen in den Büchern die mich zum Schmunzeln bringen. Ich habe nämlich auch eine Tante, die jünger ist als ich selbst und die Türklinke der Badezimmertür gibt es auch wirklich.

 

Lo.Ve: Welche Rolle spielt Lola in eurer Familie und eurem Alltag?

Inaié: Lola ist ein Teil unserer Familie. Denn das besondere an ihr ist, dass wir sie schon so lange kennen und wir immer wieder neue Abenteuer mit ihr erleben. Das haben wir bei anderen Figuren, die Isabel sich ausdenkt nicht so stark. Da wächst einem Lola sehr ans Herz. Und durch Meira, die Lola ein großes Stück realer macht, hat sie einen noch größeren Platz in unserer Familie eingenommen.

 

Lo.Ve: Erlebst du die Geschichten von Isabel Abedi anders, als die Geschichten anderer Autoren?

Inaié: Ich kann Isabels Geschichten oft gar nicht wie ein normales Buch lesen. Denn bei vielen habe ich die ganze Entwicklung der Personen und Handlungen miterlebt. Dass ich Isabel kenne, vergesse ich nur wenn ich richtig drin bin in einem ihrer Bücher und ich alles um mich herum ausblende.

 

Lo.Ve: Der Film „Hier kommt Lola“ verzaubert nicht nur wegen Lolas Geschichte selbst, sondern auch durch den wunderschönen Soundtrack, an dem dein Vater, Eduardo Macedo, mitgearbeitet hat. Was macht die brasilianischen Klänge so magisch?

Inaié: Brasilien ist ein Land in dem es viel Musik und Tanz gibt. Aber auch viel Leid und Armut. Papais Heimatland ist wahnsinnig facettenreich und ich finde, dass sich genau das in der Musik ganz deutlich wiederfinden lässt.

 

Lo.Ve: Isabel Abedi, hat gesagt, dass sie sich Lola nicht ohne die Musik von Eduardo Macedo vorstellen kann. Warum passt seine Musik so gut zu Lola?

Inaié: Die Musik von meinem Papai ist ein ganz wichtiger und großer Teil unserer Familie. Wir alle lieben seine Musik und meine Schwester und mich begleitet sie schon unser ganzes Leben. Ich glaube, dass es Lola genauso geht und die Musik ein Teil von ihr ist.

Vielen Dank für das Interview.
(Das Interview erschien zur Veröffentlichung von "Lola Schwesterherz" am 5.10. 2010 und wurde vom Lola-Club, Loewe-Verlag, geführt.)




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